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Artlenburg ist im wahrsten Sinne des Wortes „historischer Boden“ [2]
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Glanzzeit und Ende der Burg fallen in die Zeit Heinrichs des Löwen. Als er 1180 vor Kaiser Barbarossa nach England fliehen musste, ließ er die Ertheneburg in Flammen aufgehen. Die Reste der Burg sind im unteren Teil des Artlenburger Kirchturmes zu sehen und bilden den Rest der ausgedehnten und wehrhaften Burganlage. Dazu passt auch der alte Burggraben, der das Warftgrundstück noch zur Hälfte umgibt Aus "Ertheneburg" wurde später "Artlenburg". Wegen der großen Bedeutung dieser Elbquerung siedelten sich immer mehr Handwerker und Bauern an, und es wurde auch eine Kirche innerhalb des Burgbereiches errichtet, die dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Fischer, Schiffer und Fernkaufleute geweiht wurde.

Mit dem im Jahre 1161 geschlossenen „Artlenburger Privileg“ konnte der kleine Ort einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und zur Sicherung des Handels in Europa leisten, was letztlich in dem Aufstieg der Handelsstrukturen der Hanse mündete. Das Artlenburger Privileg ist eine Urkunde Heinrichs des Löwen aus dem Jahr 1161. Diese Urkunde wurde anlässlich eines Landtages im Oktober auf der Ertheneburg am Elbübergang gegeben. Durch das Artlenburger Privileg, das den Lübecker und den Gotländischen Kaufleuten in dem jeweils anderen Bereich die gleichen Rechte sicherte, konnte eine Stabilisierung der Handelssituation und damit die Blüte des Ostseehandels erreicht werden.

Artlenburg selbst profitierte von diesen Handelserleichterungen, weil es an einer strategisch wichtigen Stelle des Alten Salzstraße zwischen Lüneburg und Lübeck lag und durch die Wege- und Brückenzölle von der Entwicklung des Handels profitierte. Eine entsprechend erfreuliche Entwicklung nahmen damals die Einwohnerzahl und die Bebauung des Ortes. Es kam zu einer wirtschaftlichen Blüte des Ortes im 15. bis 17. Jahrhundert, die im Wesentlichen durch die Zoll – und Fähreinnahmen erreicht wurden, die Artlenburg bis zum Ende der Zollstelle im Jahre1866 zu einer finanziellen Sicherheit und zu einer Bedeutung als Handels- und Umschlagplatz brachte.

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