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Artlenburg ist im wahrsten Sinne des Wortes „historischer Boden“ [1]
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Schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert gab es nachweislich in Höhe des heutigen Artlenburg eine Furt zum anderen Elbufer, die von den Römern und nachfolgenden Völker-stämmen als bei Ebbe sicherer Flussübergang genutzt wurde. Gräber- und Münzenfunde aus unterschiedlichen Epochen zeigen deutlich an, dass es hier schon sehr früh einen besiedelten Flecken gab, der sich um diesen Naturübergang über den damaligen Hauptarm der Elbe entwickelt hatte.

Im frühen Mittelalter wurde dieser Hauptarm der Elbe "Erthene" genannt. Die bei Artlenburg bestehende Furt zum Nordufer hinüber wurde in großem Ausmaß für Handel und Reisen genutzt. Zwischen Magdeburg und Hamburg bot die Furt bei Artlenburg die günstigste Möglichkeit, den Strom zu queren. Hier baute der Markgraf und spätere Herzog Hermann Billung (+973) die Ertheneburg, um den Flussübergang gegen die Slaven und die Wenden zu sichern, die, von Osten kommend, südlich der Elbe eine neue Heimat für sich suchten. Gegenüber am hohen Nordufer bei Schnakenbek finden sich die Überreste einer weiteren "Ertheneburg". Der Elbübergang bei Artlenburg markiert ferner einen Engpass auf der berühmten Alten Salzstraße zwischen Lüneburg und Lübeck, dessen Sicherung sowohl politisch als auch wirtschaftlich von Bedeutung war.

Die Alte Salzstraße führte von Lüneburg nach Lübeck und erreichte Artlenburg bis Artlenburg, wo sie über eine Furt und eine Fähre die Elbe überquerte. Der Elbübergang der Alten Salzstraße von Artlenburg nach Schnakenbek wurde im 11. und 12. Jahrhundert durch die Ertheneburg gesichert, die 1180 von Heinrich dem Löwen auf seiner Flucht vor Kaiser Friedrich Barbarossa in Brand gesetzt wurde. Lange Zeit gab es dann am Übergang nur noch eine Zollstation, heute befindet sich hier kein Elbübergang mehr. Die Alte Salzstraße endete in Lübeck, das nach seiner Gründung 1143 als erste an der Ostsee liegende Deutsche Stadt quasi zum Einfallstor deutscher Kaufleute für den Osthandel wurde. Entscheidend hierfür war das Artlenburger Privileg von 1161, in dem die Lübecker Kaufleute den bisher im Ostseehandel dominierenden Gotländischen Kaufleuten aus Visby rechtlich gleichgestellt werden sollten.

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