zur Startseite


bitte hier klicken für Link auf die Kirchenseite

Aktuelles der Gemeinde Flecken Artlenburg



vor vor
Deutsche und Briten üben auf der Elbe


Drachenflaute 2017
[30. November 2017]
Artikel aus der LZ
Pioniere setzen mit ihren Fahrzeugen bei Artlenburg über den Strom
Artlenburg. Eine feste Elbbrücke auf der Strecke zwischen Geesthacht und Dömitz – die wünschen sich Politiker und Pendler schon lange: Jetzt wird ihr Traum für wenige Tage Wirklichkeit, dank der Bundeswehr. Die Soldaten des Panzerpionier-Bataillons (PzPiBtl) 130 aus Minden werden in der kommenden Woche vom 27. November bis 1. Dezember mit ihrem amphibischen Gerät den Brückenschlag über den Fluss vollziehen. Die Übung wird bei Artlenburg stattfinden – quasi an historischer Stelle. Denn dort überquerten Ende des Zweiten Weltkrieges, am 29. April 1945, erstmals britische Schwimmpanzer die Elbe. 1977 würdigten das Pionierbataillon 130 und das britische 28th Amphibious Engineer Regiment dieses Ereignis erstmalig mit einer gemeinsamen Übung. Jetzt jährt sich die amphibische deutsch-britische Partnerschaft zum 40. Mal. Grund genug für Briten und Bundeswehr, dieses Jubiläum nun erneut mit einer binationalen Übung zu feiern. So mancher Anwohner in Art¬lenburg wird kommende Woche allerdings sein Auto nicht an gewohnter Stelle parken können. „Unsere Amphibien M3 haben mit 3,40 Meter Breite und 3,95 Meter Höhe Überbreite“, gibt der Kommandeur der Pioniere, Oberstleutnant Helge Lammerschmidt, zu bedenken. Deshalb werden für die Zeit der Übung einige Bereiche durch ein temporäres Halteverbot gekennzeichnet, um so einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. 239 Meter ist die Elbe an der Stelle breit, an der die Pioniere ihre Kriegsbrücke zuammenkoppeln werden. Insgesamt werden 24 Amphibien zum Einsatz kommen. Damit sind fast alle Amphibien der Bundeswehr an der Elbe im Einsatz, denn insgesamt verfügt die Truppe über 30 solcher Fahrzeuge. Das reicht, um eine Brücke über einen 300 Meter breiten Fluss zu bauen. Dann können Rad- und Kettenfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 78 Tonnen dank der Amphibie in kürzester Zeit problemlos an das andere Ufer gelangen. So schwerfällig die fast 13 Meter langen und 25 Tonnen schweren Amphibien im Landbetrieb aussehen – von den Soldaten despektierlich fensterlose Busse genannt – so agil und kraftvoll agieren sie im Wasser. Es dauert nur wenige Minuten, bis die Fahrzeuge zu einer Fähre verbunden sind, von denen mehrere dann zu einer Brücke zusammengekoppelt werden. Die Mindener Pioniere sind Spezialisten: Ihr Bataillon ist das einzige in der Bundesrepublik, das über die Amphibie und über sogenannte Faltschwimmbrücken zur Gewässerüberquerung verfügt. Rechnerisch kann die Bundeswehr damit eine 600 Meter lange Schwimmbrücke bauen. Zum Vergleich: „Die US-Streitkräfte haben Kapazitäten für 270 Kilometer“, sagt ein Pionier-Offizier. Interessierte können die Vorbereitung zum Brückenschlag an der Elbe bereits am 28. und 29. November beobachten, die eigentliche Veranstaltung findet am Donnerstag, 30. November, ab 11.30 Uhr statt

Bericht LZ - Landeszeitung Lüneburg
Landeszeitung Lüneburg





vor Navigation vor
© Copyright Andreas Philipp - Artlenburg