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Im Streit um die Ansiedlung eines Supermarktes ist eine Lösung in Sicht


Artlenburger Hafenfest 2018
[Do. 19.07.2018]

„Mir fällt ein Stein vom Herzen“
Nach langen Diskussionen ist im Streit um die Ansiedlung eines Supermarktes in Artlenburg nun eine Lösung in Sicht
Von Stefan Bohlmann
Artlenburg. Auf diese E-Mail hat Rolf Twesten sehnsüchtig gewartet. Im elektronischen Postfach des Fleckens Artlenburg ist ein Schreiben der Handelskette Norma eingegangen. „Darin teilt das Unternehmen uns mit, dass es mit den aktuellen Planungen für einen Supermarkt in Artlenburg einverstanden ist. Norma will bauen“, sagt der Bürgermeister. Der Konzern akzeptiert laut Mail den Bauantrag vom 28. Mai dieses Jahres nun definitiv, der einen abgespeckten Umfang für den Markt vorsieht. „Statt einstmals 1200 Quadratmeter soll der Discounter jetzt nur noch 900 Quadratmeter groß werden, inklusive einer Bäckerei-Filiale mit Café“, erläutert er.

Nur noch 900 statt 1200 Quadratmeter
Seit mehr als vier Jahren versuchen Rat, Verwaltung und Bürgermeister, einen Supermarkt auf der freien Fläche an der Bundesstraße 209 zwischen Ortseingang und neuem Feuerwehrhaus anzusiedeln. Im vergangenen Herbst sah es aber noch so aus, als sei das Projekt geplatzt. Wie berichtet, lehnte der Landkreis Lüneburg als zuständige Genehmigungsbehörde den Supermarkt in der geplanten Größe ab. Die Begründung lautete, 1000 Quadratmeter seien zu viel und daher nicht mit den Zielen der Raumordnung vereinbar. Demnach habe Artlenburg nämlich keinen Versorgungsauftrag für umliegende Gemeinden. Ein Supermarkt dürfe somit nur eine Nahversorgungsfunktion übernehmen, lauten die Argumente des Kreises.
Doch nun die Kehrtwende, das Vorhaben lebt wieder, die Realisierung ist nach den Worten des Bürgermeisters zum Greifen nah. Den Weg zu dieser Entwicklung habe ein Kompromissvorschlag geebnet, den der Landkreis und ein Ingenieurbüro in einem Gutachten erzielt hatten, so Twesten. Die Empfehlung lautet ihm zufolge, die Marktgröße von zuletzt 1050 Quadratmeter abermals zu senken auf 900 Quadratmeter. „Damit können alle Beteiligten leben.“ Dieser Maßgabe ist die Gemeinde dann auch gefolgt und hat am 25. April den Beschluss über die Bebauungsplanänderung gefasst, Norma reichte daraufhin am 28. Mai einen entsprechenden Bauantrag beim Landkreis Lüneburg ein. „Das Verfahren läuft also. Es geht nur noch um Formalien, die für die Baugenehmigung erfüllt werden müssen“, sagt er. Kreisrätin Sigrid Vossers bestätigt: „Die Gemeinde Artlenburg hat den Bebauungsplan überarbeitet. Auf Grundlage der aktualisierten Planungen prüft der Landkreis den neuen Bauantrag.“
Eine Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass der Fleckenrat die nötige dritte Änderung des Bebauungsplanes endgültig auf den Weg bringt und diese als Satzung absegnet. „Die Abstimmung steht bei der Ratssitzung am Mittwoch, 15. August, auf der Tagesordnung“, kündigt der Bürgermeister an. Danach muss der Beschluss noch im Amtsblatt veröffentlicht werden. „Erfahrungsgemäß ist das eine Sache von Tagen, höchstens von ein paar Wochen“, sagt Twesten. Keine Einwände aus den Nachbargemeinden

Erfreulich ist für ihn auch, dass keine der Nachbarkommunen, die selber Supermärkte auf ihrem Gemeindegebiet haben, diese Änderung des Bebauungsplanes ablehnen. „Es gab bei der öffentlichen Auslegung keinen Widerspruch.“
Rolf Twesten ist froh, dass die Gemeinde endlich Klarheit hat nach dem Entsetzen, das die Entscheidung des Kreises vor zehn Monaten ausgelöst hatte. „Mir fällt ein Stein vom Herzen.“ Ein langes und zähes Ringen gehe zu Ende, sagt er. „Es ist gut für unseren Ort, dass wir mit dem Discounter eine Einkaufsmöglichkeit erhalten, die wir benötigen. Denn gerade erst haben wir weitere Bauplätze verkauft, sodass Artlenburg nochmals wächst.“ Und da Norma deutliche Signale für den Bau gebe, der Konzern in den Startlöchern stehe, hofft er, dass die Markteröffnung bis zum kommenden Sommer erfolgen kann.

Bericht LZ - Landeszeitung Lüneburg
Landeszeitung Lüneburg





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